Im August 2026 lag der von der Bundesnetzagentur modellierte dynamische Haushaltsstrompreis bei 38,88 ct/kWh und damit über dem Juli-Wert von 36,15 ct/kWh. Zum Vergleich: Der modellierte Neukundenpreis eines klassischen Stromtarifs lag im August bei 37,63 ct/kWh. Die Zahlen zeigen: Ein dynamischer Stromtarif allein ist noch kein Garant für niedrigere Stromkosten.
Entscheidend ist vielmehr, wann Strom verbraucht wird. Bei dynamischen Tarifen sind Teile des Arbeitspreises unmittelbar an die Preise des Strom-Großhandels gekoppelt. Wer flexible Verbraucher gezielt in günstige Zeitfenster verschiebt, kann diese Preisschwankungen besser nutzen. Ein intelligentes Energiemanagementsystem kann beispielsweise Batteriespeicher, Wallbox, Wärmepumpe und weitere Verbraucher automatisiert steuern und gleichzeitig vorhandenen PV-Strom berücksichtigen. Die Bundesnetzagentur weist selbst darauf hin, dass eine solche Verbrauchsflexibilisierung den tatsächlich zu zahlenden Strompreis reduzieren kann.
Referenzen:
SMARD – Modellierte Strompreise steigen im August, 07.09.2026
Dynamischer Strompreis steigt im August auf 38,88 ct/kWh – intelligente Lastverschiebung wird wichtiger